Die Beteiligung des Wiener Stadtwerke-Konzerns an verschiedenen Projekten im Bereich von Entwicklungs- und Innovationstätigkeiten unterstützt die Strategie des Konzerns, hinsichtlich der eingesetzten Technologien und Verfahren immer auf dem neuesten Stand zu sein. Im Rahmen des Wiener Stadtwerke-Nachhaltigkeitsprozesses wurde eine eigene Arbeitsgruppe „Forschung und Entwicklung“ (F&E) eingerichtet, die einen Maßnahmenkatalog zur Förderung der Aktivitäten in diesem Bereich entwickelt hat. Um die F&E-Aktivitäten zukünftig besser zu verzahnen, wurde mittlerweile ein Forschungskoordinator im Büro des Vorstands bestellt.
Ein wichtiger Forschungsschwerpunkt der Wiener Stadtwerke ist neben den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien die Mobilität mit den Unterpunkten Infrastruktur und Usability.
Das Projekt „Infrastructure Guidelines for Environmental Railway Performance“ erforscht und bewertet die Umweltrelevanz einzelner Prozesse im Eisenbahnbau und der damit verbundenen Wartungs- und Instandhaltungstätigkeiten. Es wurde im Rahmen des ersten Calls des 7. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union in der Sparte „The Greening of transport-specific industrial processes“ zur Förderung eingereicht und konnte erfolgreich mit einem Kick-off im Februar 2009 im Hause der Wiener Linien GmbH & Co KG gestartet werden.
Die Projekte zum Schwerpunkt Usability befassen sich mit den Bedürfnissen von Kindern, Sehschwachen, Behinderten im öffentlichen Verkehr und liefern diesen Personengruppen Tools zur Nutzung (z. B. POPTIS, qando) oder forschen an der Beseitung von Hürden zur Nutzung (Projekt Mobi-Kid aus dem BMVIT-Programm IV2Splus („Intelligente Verkehrssysteme und Services plus“).
Dieses Jahr sollen Projekte vorgestellt werden, die im Jahr 2009 erfolgreich beendet werden konnten (Quo Vadis) bzw. kurz vor dem Abschluss stehen (MPED):
Gegenstand dieser Machbarkeitsstudie war die Entwicklung eines akustischen Sender- und Empfängersystems, mit dessen Hilfe Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität Zugang zu Verkehrsinformationen bekommen sollen.
Entsprechend dem Zwei-Sinne-Prinzip, auf dem die ÖNORM B1600 beruht, sollten aktuelle Verkehrsinformationen nicht nur visuell, sondern auch akustisch abrufbar sein. Neben dem Kernprodukt, der Abfragemöglichkeit der Linien- und Fahrtzielabfrage für blinde und schwer sehbehinderte Fahrgäste, das vor allem im Haltestellenbereich von Doppelhaltestellen von großer Bedeutung ist, soll auch im Fahrzeug die Möglichkeit zur Informationsabfrage realisiert werden. Ein weiteres Ziel war es, Tonbandabfragen bezüglich der nächsten Haltestelle, falls diese überhört wurden, zu ermöglichen. Ebenso sollen Fahrgäste im Rollstuhl die Möglichkeit haben, im Falle eines Haltewunsches, eine Rampe anzufordern.
Das Projekt wurde vom ZIT (Zentrum für Innovation und Technologie) im Rahmen des Programms „Vienna enabled“ gefördert.
Projektdauer: 9/2007 – 6/2009
Für Betreiber eines Verkehrsystems im öffentlichen Personenverkehr bilden Informationen über das Verhalten der Fahrgastströme in Verkehrsinfrastrukturen die Basis zur Optimierung betrieblicher Abläufe und zum effizienten Einsatz der Betriebsmittel. Damit ist es möglich, die Sicherheit und Stabilität des Angebotes zu garantieren und operative sowie organisatorische Abläufe zu optimieren.
Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Modells, mit dem das Verhalten und die Ausbreitung des Fahrgaststromes in Verkehrsinfrastrukturen dargestellt werden können. Das Modell umfasst ebenfalls Methoden zur Darstellung von dynamischen Betriebsabläufen und regulierenden Maßnahmen zur Steuerung des Fahrgaststroms.
Das Projekt wird von der FFG (Forschungsförderungsgesellschaft) im Rahmen des Programms „Intelligente Verkehrssysteme und Services plus“ gefördert.
Projektdauer: 1/2008 – 4/2010
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