Tamara Gruber wünschte sich schon als kleines Mädchen, einmal bei den Wiener Linien zu arbeiten. „Meine Freundinnen wollten Friseurin oder Tierärztin werden, ich hab mich mehr für U-Bahnen und Straßenbahnen interessiert“, erinnert sich die 19-jährige Währingerin. „Wenn ich gemeinsam mit meinem Großvater mit der U4 unterwegs bin, erzählt er jedes Mal, dass die erste U-Bahn 1976 von Heiligenstadt zur Friedensbrücke fuhr.“ Im Moment arbeitet Tamara in einem Kundenservicezentrum. Die Arbeit macht ihr Spaß; sie ist neben ihrem Freund und ihrem Hund Tamaras größte Leidenschaft. „Ich rede gern mit Menschen. Und ich helfe ihnen gern weiter.“
33 Jahre nach seiner Eröffnung ist das U-Bahn-Netz der Bundeshauptstadt auf rund 70 Kilometer angewachsen – und wächst immer noch weiter. Die fünf U-Bahn-, 28 Straßenbahn- und 83 Autobus-Linien transportieren in einem Streckennetz mit einer Gesamtlänge von rund 925 Kilometern täglich rund 2,2 Millionen Menschen. „2008 haben wir erstmals die Grenze von 800 Millionen Fahrgästen überschritten“, weiß Tamara Gruber voll Stolz zu berichten.

Laut Wikipedia sind die Wiener Linien der städtische Verkehrsbetrieb der Bundeshauptstadt Wien. Doch in diesem Unternehmen steckt wesentlich mehr als nur der Mobilitätsanbieter für den öffentlichen Nahverkehr in Wien: Die Wiener Linien sind ein wichtiges Stück Lebensqualität für die Stadt. Sie sorgen dafür, dass die Wienerinnen und Wiener täglich zuverlässig in die Arbeit, in die Schule, zu ihren Freizeitaktivitäten oder nach Hause kommen. „Man muss sich das einmal genauer vorstellen: Rund 812 Millionen Mal haben wir dafür gesorgt, dass Menschen sicher an ihr Ziel kommen … Das ist eine Zahl, die sich sehen lassen kann.“
Der Auftrag der Wiener Linien lautet, den Mobilitätsanforderungen der Stadt Wien bestmöglich zu entsprechen. Im Mittelpunkt steht die Bereitstellung eines leistungsfähigen und attraktiven öffentlichen Personennahverkehrs für ein lebenswertes Wien. Doch das ist Tamara Gruber zu abstrakt. „Na klar, wozu sind unsere Öffis da, wenn nicht für die Wienerinnen und Wiener“, sagt sie engagiert. „In Wirklichkeit kennen wir nur ein Ziel – und das ist die Zufriedenheit unserer Fahrgäste.“ Dafür wird auch einiges unternommen. „Die Wiener Linien führen laufend Befragungen durch, auf der Straße und via Internet, damit wir wissen, was unsere Kunden wollen. Wir haben einen Fahrgastbeirat, der uns dabei unterstützt und uns genau vermittelt, was die Menschen von uns erwarten. Und das setzen wir in unseren Serviceleistungen um.“
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