Mobilitätsmix

 02 von  07 

Wien entdecken

Die Wiener Linien transportierten im Jahr 2009 rund 812 Millionen Menschen. Das Ziel lautet, unnötigen Verkehr zu vermeiden. Voraussetzung für Geschwindigkeit, Komfort und Umweltfreundlichkeit ist die optimale Vernetzung aller Verkehrsmittel. Helga Jäger, Kundendienstberaterin der Wiener Linien, entdeckt jeden Tag aufs Neue den erfolgreichen Mobilitätsmix der österreichischen Bundeshauptstadt.

Helga Jäger ist mit Leib und Seele Wienerin. Dass sie jetzt mit ihrer Familie am Wiener Stadtrand wohnt, Niederösterreich quasi in Sichtweite, hat sich mehr oder weniger zufällig ergeben. „Hier zu wohnen hat für mich Für und Wider“, sagt die 51-jährige Mutter eines erwachsenen Sohnes. „Der Vorteil ist sicherlich, dass wir ein eigenes Grundstück haben, wo ich mich als Gärtnerin so richtig austoben kann. Und beim Sporteln bin ich schneller im Grünen. Der Nachteil ist, ich muss länger zur Arbeit fahren – andererseits, so viel länger auch wieder nicht. Jetzt profitiere ich so richtig davon, wie perfekt die Öffis aufeinander abgestimmt sind. Das nimmt man fast als selbstverständlich hin. So wie ich, obwohl ich selbst seit Langem bei den Wiener Linien arbeite.“

Die Mobilität im Ballungsraum Wien zu sichern, ist eine immense Herausforderung. Das Nahverkehrsnetz der Wiener Linien umfasst mehr als 925 Kilometer. Fünf U-Bahn-, 28 Straßenbahn- und 83 Buslinien verbinden rund 4.400 Haltestellen, die von jedem Ort innerhalb der Stadtgrenzen auch per Fuß in kürzester Zeit erreicht werden können. Die Wiener Linien transportieren täglich rund 2,2 Millionen Fahrgäste. Aufs Jahr hochgerechnet ergibt das die gigantische Summe von rund 812 Millionen Fahrgästen.

Verkehrskonzept in Wien: Ganzheitlicher Ansatz

Die Bundeshauptstadt setzt konsequent auf den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Und internationale Studien zeigen klar, die Wiener Linien sind Vorreiter bei der Umsetzung eines ganzheitlichen Mobilitätskonzepts.

Verkehrssysteme so effizient wie möglich vernetzen

Es geht darum, verschiedene Verkehrssysteme in einem langfristig geplanten Gesamtkonzept so effizient wie möglich miteinander zu vernetzen. Die generelle Bevorzugung von öffentlichen Verkehrsmitteln wie U-Bahn, Straßenbahn und Bus geht in Wien Hand in Hand mit einer optimalen Integrierung des Fahrrad-, Fußgänger- und Autoverkehrs bzw. mit einer funktionierenden Parkraumbewirtschaftung. Für die Wiener Linien galt und gilt es, für jeden Weg und jeden Transport das bestmögliche Verkehrsmittel bereitzustellen; ein optimaler Mobilitätsmix war und ist gefragt. Die verschiedenen Verkehrsmittel U-Bahn, Straßenbahn und Autobus erfüllen unterschiedliche Aufgaben – und ihr perfektes Zusammenspiel ist der Grund, warum das Angebot von den Wienerinnen und Wienern so gut angenommen wird.

Wie Helga Jäger auch aus eigener Erfahrung weiß: „Um zu meinem Arbeitsplatz zu kommen, fahre ich mit Straßenbahn und dann mit der U-Bahn. Mein Mann nutzt Park & Ride, Straßenbahn und Bus. Wir nutzen sozusagen die volle Bandbreite der Öffis aus. So sind wir schneller am Ziel, als mit dem Auto. Doch das funktioniert nur, weil die Verkehrsmittel perfekt aufeinander abgestimmt sind.“

Die Wiener Straßenbahn: Offensiv in die Zukunft

Bild: Frau Jäger auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz.
Die Öffis in Wien sind eine stressfreie Alternative: Frau Jäger auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz.

Für Helga Jäger beginnt diese perfekte Organisation schon am Morgen mit der Fahrt in die Arbeit. „Viele Straßenbahnlinien wurden neu organisiert, um sie optimal auf die verlängerten U-Bahn-Linien abzustimmen. Das Ziel lautet, den Verkehr vom Stadtrand in und durch die Stadt noch flüssiger zu gestalten. Da haben die Wiener Linien eine richtige Offensive gestartet.“

Für Wien ist die Straßenbahn bereits zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts zum Inbegriff für den öffentlichen Verkehr geworden. Die Bundeshauptstadt Wien verfügt über eines der größten Straßenbahnnetze weltweit – es umfasst rund 215 Kilometer! Und in den kommenden Jahren soll es noch weiter ausgebaut werden.

Bestellservice

Wir senden den gedruckten Jahresbericht 2009 auf Wunsch per Post zu Ihnen.

Download

2009 - Aufgaben, Ideen, Ergebnisse